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Elektrolyte – Hydration, Muskelkraft und Nervenfunktion
Elektrolyte sind elektrisch geladene Mineralien, die in Körperflüssigkeiten gelöst sind und lebenswichtige Funktionen steuern. Natrium, Kalium, Magnesium, Kalzium und Chlorid bilden das elektrolytische Gleichgewicht, das Hydration, Muskelkontraktion, Nervenübertragung und pH-Balance reguliert.
Die fünf Hauptelektrolyte
| Elektrolyt | Normalbereich (Serum) | Hauptfunktionen |
|---|---|---|
| Natrium (Na⁺) | 135–145 mmol/l | Osmolarität, Hydration, Nervenimpuls |
| Kalium (K⁺) | 3,5–5,0 mmol/l | Herzrhythmus, Muskelkontraktion, Membranpotenzial |
| Magnesium (Mg²⁺) | 0,7–1,0 mmol/l | ATP-Synthese, Muskelentspannung, Enzymaktivität |
| Kalzium (Ca²⁺) | 2,2–2,6 mmol/l | Knochen, Muskelkontraktion, Blutgerinnung |
| Chlorid (Cl⁻) | 96–106 mmol/l | Säure-Basen-Balance, Osmolarität |
Elektrolytverluste beim Sport
Schweiß enthält erhebliche Mengen Elektrolyte – die Zusammensetzung variiert stark individuell:
| Elektrolyt | Verlust durch Schweiß | Variationsbreite |
|---|---|---|
| Natrium | 500–1.500 mg/l Schweiß | Höchster Verlust; große individuelle Schwankungen |
| Chlorid | 400–1.500 mg/l | Proportional zu Natrium |
| Kalium | 120–400 mg/l | Deutlich weniger als Natrium |
| Magnesium | 10–36 mg/l | Gering aber relevant bei langer Belastung |
| Kalzium | 15–20 mg/l | Gering |
Symptome von Elektrolyt-Dysbalancen beim Sport
- Hyponatriämie (Natriummangel): Übermäßiges Wassertrinken ohne Salzersatz → Kopfschmerzen, Übelkeit, Verwirrung, in schweren Fällen lebensbedrohlich (Marathon-Risiko)
- Kaliummangel: Muskelkrämpfe, Schwäche, Herzrhythmusstörungen
- Magnesiummangel: Krämpfe, Erschöpfung, Schlafprobleme
- Allgemeine Dehydration + Elektrolytmangel: Leistungsabfall bereits bei 2 % Körpergewichtsverlust durch Schweiß
Wann Elektrolyt-Supplements sinnvoll?
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Training <60 Min., normal | Wasser ausreichend |
| Training 60–90 Min. bei Hitze | Elektrolyt-Wasser oder leichter Elektrolyt-Drink |
| Ausdauer >90 Min. | Elektrolyte + Kohlenhydrate (30–60 g/h) |
| Keto/Low-Carb Ernährung | Erhöhter Elektrolyt-Bedarf (Insulin senkt renal Natriumrückhalt) |
| Intervallfasten | Elektrolyte im Fastenfenster können helfen |
| Hitze, Sauna | Elektrolyte vor und nach Exposition |
Worauf bei Elektrolyt-Supplements achten?
Ein gutes Elektrolyt-Supplement enthält alle wichtigen Elektrolyte in sinnvoller Dosierung, idealerweise ohne übermäßigen Zucker oder künstliche Süßstoffe. Natrium ist dabei der wichtigste Elektrolyt beim Sport – viele Produkte enthalten zu wenig davon zugunsten von Kalium.
Optimale Zusammensetzung pro Einnahme: Natrium 500–1.000 mg, Kalium 150–300 mg, Magnesium 100–200 mg, ggf. kleine Mengen Kalzium und Chlorid.
Häufige Fragen (FAQ)
Ist stilles Wasser allein zum Rehydrieren ausreichend?
Bei kurzen Trainingseinheiten (<60 Min.) ja. Bei langen oder intensiven Einheiten führt reines Wasser ohne Natrium sogar zu Verdünnung des Natriumspiegels. Deshalb: bei langen Sessions Elektrolyte zusetzen.
Können zu viele Elektrolyte schaden?
Überdosierung von Natrium (>10 g/Tag) kann Hypertonie und renale Belastung verursachen. Kaliumüberschuss bei Niereninsuffizienz ist gefährlich. Bei normaler Nierenfunktion und sportlicher Aktivität ist das Risiko gering.